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Die Zinsen für Immobilienkredite sind jüngst noch einmal gefallen - und befinden sich damit so niedrig wie kaum während der Nachkriegsgeschichte in Deutschland. "Nur zwei Mal sind die Bauzinsen in den vergangenen 65 Jahren auf ein ähnlich tiefes Niveau gesunken", sagt Kai Oppel, Sprecher beim Baugeldvermittler HypothekenDiscount.
Hintergrund des Zinsrutsches: Angesichts wenig stabiler Daten werden positive Konjunkturprognosen derzeit rasch von trüben Voraussagen eingeholt. So bekamen Investoren erneut Zweifel an einer schnellen Konjunkturerholung - mit dem Ergebnis, dass Anleger in sichere festverzinsliche Wertpapiere investierten. "Davon profitieren Eigenheimer mit Finanzierungsbedarf unmittelbar. Denn: Steigen die Kurse der Bundeswertpapiere, fallen automatisch die Renditen. Hypothekendarlehen folgen dieser Entwicklung", sagt Kai Oppel.
Die aktuelle Entwicklung könnte jedoch schon rasch in die umgekehrte Richtung gehen: Als erste bedeutende Notenbank hat die israelische Zentralbank unerwartet den Schlüsselzinssatz wieder erhöht - um 25 Basispunkte auf 0,75 Prozent. Volkswirte rechnen damit, dass weitere Zentralbanken folgen - primär vermutlich kleinere Institute, mittelfristig möglicherweise auch die Europäische Zentralbank.
Es empfiehlt sich in dieser Situation, rasch zu handeln - bevor das Zinsniveau wieder steigt. Sinnvoll ist es nach Expertenmeinung, die größtmögliche Planungssicherheit zu schaffen und Immobilienkrediten ab 15 Jahren fester Zinsbindung zu wählen. Auch Volltilgerdarlehen, bei denen nach Ablauf der Zinsbindung der Kredit komplett getilgt ist, sind beim aktuellen Zinsniveau empfehlenswert. "Allerdings müssen die Eigenheimer sicher sein, dass sie sich über einen so langen Zeitraum eine entsprechend höhere Tilgungsrate leisten können", sagt Kai Oppel.
Zinstrend
kurzfristig: stabil, schwankend mittelfristig: leicht steigend langfristig: steigend
Quelle : http://www.hypothekendiscount.de/
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